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ویرایش:
نویسندگان: Martin Mettin
سری: Studien zur Kritischen Theorie
ISBN (شابک) : 9783476056924, 9783476056931
ناشر: J. B. Metzler
سال نشر: 2020
تعداد صفحات: 392
[417]
زبان: German
فرمت فایل : PDF (درصورت درخواست کاربر به PDF، EPUB یا AZW3 تبدیل می شود)
حجم فایل: 20 Mb
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توجه داشته باشید کتاب نظریه انتقادی شنوایی. مطالعاتی در مورد فلسفه اولریش سونمن نسخه زبان اصلی می باشد و کتاب ترجمه شده به فارسی نمی باشد. وبسایت اینترنشنال لایبرری ارائه دهنده کتاب های زبان اصلی می باشد و هیچ گونه کتاب ترجمه شده یا نوشته شده به فارسی را ارائه نمی دهد.
تاریخ فلسفه، تاریخ دیدن تفکر است. اگرچه این دیدن به معنای روشنگری است، اما گرایش آن به ثبت ابزاری، به سمت «استبداد چشمی» همزمان از نظر تاریخ فرهنگی در حال رشد است. این پتانسیلهای شنیداری است که در جریان این فرآیند نادیده گرفته میشوند که میتوانند اعتراضی انتقادی به چنین واقعیسازی ایجاد کنند. مارتین متین این تز کار متاخر اولریش سونمان را به عنوان نقطه شروع می گیرد. با انجام این کار، او تاریخ زیرزمینی یک فلسفه سرکوب شده شنیداری را در امتداد خطوط آثار سونمان بازسازی می کند. در اینجا روشنگری ثابت میکند که تقاضایی برای روشنگری است، برای توجه حساس به جهانی که با تضادها تاریک شده است. برای اولین بار، این کتاب تمام مراحل کار اولریش سونمان را در زمینه سیستماتیک آنها ارائه می کند و بنابراین یک متفکر به ناحق فراموش شده قرن بیستم را به آگاهی عمومی بازمی گرداند. در مرکز، رویکرد سونمن به انسان شناسی منفی (1969) قرار دارد. بر این اساس، نویسنده به بررسی معنای فلسفی تجربیات شنیداری در تعامل تاریخ اندیشه ها و تاریخ معاصر، معرفت شناسی، فلسفه زبان و روانکاوی می پردازد.
Die Geschichte der Philosophie ist eine Geschichte des denkenden Sehens. Zwar bedeutet dieses Sehen Aufklärung, jedoch wächst kulturgeschichtlich zugleich seine Tendenz zum instrumentellen Registrieren, zur „Okulartyrannis“. Es sind die im Zuge dieses Prozesses vernachlässigten Potentiale des Hörens, die einen kritischen Einspruch gegen solche Verdinglichung geltend machen können. Diese These der späten Arbeiten Ulrich Sonnemanns nimmt Martin Mettin zum Ausgangspunkt. Dabei rekonstruiert er entlang des Sonnemannschen Œuvres die Untergrundgeschichte einer verdrängten Philosophie des Hörens. Aufklärung erweist sich hier als Forderung nach Hellhörigkeit, nach einer sensiblen Aufmerksamkeit für die von Widersprüchen verdunkelte Welt. Erstmalig stellt das vorliegende Buch alle Werkphasen Ulrich Sonnemanns in ihrem systematischen Zusammenhang dar und ruft damit einen zu Unrecht vergessenen Denker des 20. Jahrhunderts wieder ins öffentliche Bewusstsein. Im Zentrum steht Sonnemanns Ansatz der Negativen Anthropologie (1969). Anhand dieser ergründet der Autor die philosophische Bedeutung von Hörerfahrungen im Zusammenspiel von Ideen- und Zeitgeschichte, Erkenntnistheorie, Sprachphilosophie und Psychoanalyse.
Vorwort Einleitung Inhaltsverzeichnis Teil I Transzendentale Akustik 1 Zeit hören Bedingung der Möglichkeit aller Erfahrung Zeit mehr als ein gleichförmiges Fließen Raumherrschaft oder Tyrannei der Zeit? Innere Zeiterfahrung Äußere Zeiterscheinungen Vermittlung hören 2 Erinnerung, Erwartung und Aufmerksamkeit Punktualität versus Linearität Anschauung oder Aufmerksamkeit? Musikalische Zeiterfahrung Warum Zeitkritik? Hörmodell 1: Musik hören 3 Auge und Ohr im Widerspruch Philosophiegeschichte des Sehprimats Eine kritische Hermeneutik: Ausdeutung versus Götzendienst 4 Beherrschte Verlockung und verschlossene Ohren Die Sirenen singen hören Verhallt das Schweigen der Sirenen unvernommen? Sirenen, stillschweigend 5 Zeitgeschichte Perfektfutur oder verbaute Zukunft Natur der Sache Im Takt des Geldes? 6 Anatomie des dritten Ohres? Freiheit der Sprache Sprachvergesslichkeit Sprachkörper Drittes Ohr Das Gehör als der mittlere Sinn Traum vom befreiten Ohr Teil II Negative Anthropologie der Sinne 7 Traditionelle und kritische Anthropologie Anthropologie versus Gesellschaftstheorie? Aufklärungsanthropologie Eingedenken der Natur im Subjekt 8 Negative Anthropologie als Kritik der Theorie Arnold Gehlens Gehlens Theorie vom Mängelwesen Geschichtsverdrängung? 9 Cartesianische Wissenschaft ‚Naturbestimmung‘ in vierfacher Bedeutung Cartesianische Weltspaltung Der vermessene Mensch 10 Die verschlossenen Ohren Descartes’ Abbild oder Trugbild? Das widerstrebende Ohr Naturwissenschaftliche Bildergläubigkeit Historischer Okularismus als Weltanschauungslehre Okular 11 Bestimmte Negation Abstrakte und bestimmte Negation Kritische Erfahrung und spekulatives Übersehen 12 Fallstudien im Land der Sprachlosen Philosophie im Land der unbegrenzten Zumutbarkeiten Sprache der verwalteten Welt Erziehung zur Unmündigkeit Jargon der Dialektik? Lesen mit den Ohren 13 „Denn das Wahre ist das Ganze nicht …“ Hörmodell 2: Ohrenzeuge Teil III Das Ohr der Psychoanalyse 14 Auf Umwegen zur Psychoanalyse Von der Daseinsanalyse zur Gesellschaftstheorie Freud und Marx: Gesetze der Psyche und der Geschichte? Sonnemanns Psychohistorie als Sprachanalyse 15 Zuhören, Aussprechen und Durcharbeiten „Hören mit dem dritten Ohr“ Atlantisches Hörmodell Noch einmal: Eingedenken der Natur im Subjekt 16 Vom Triebleben der Klänge und Worte 17 Coda mit Schlussworten Denken mit den Ohren: Musikphilosophie Sound Studies und Theorien der Stimme Hören als Weltbezug: Responsivität und Resonanz Mit beschädigten Sinnen denken Abbildungsnachweise Siglen Literaturverzeichnis