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ویرایش: 1
نویسندگان: Quirin Weinzierl
سری:
ISBN (شابک) : 9783161634284, 9783161634291
ناشر: Mohr Siebeck
سال نشر: 2024
تعداد صفحات: 321
زبان: German
فرمت فایل : PDF (درصورت درخواست کاربر به PDF، EPUB یا AZW3 تبدیل می شود)
حجم فایل: 2 مگابایت
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توجه داشته باشید کتاب الگوهای تاریک و حوزه درونی حقوق اساسی: حمایت از حقوق اساسی در برابر بهره برداری از نقص عقلانیت نسخه زبان اصلی می باشد و کتاب ترجمه شده به فارسی نمی باشد. وبسایت اینترنشنال لایبرری ارائه دهنده کتاب های زبان اصلی می باشد و هیچ گونه کتاب ترجمه شده یا نوشته شده به فارسی را ارائه نمی دهد.
Cover Titel Vorwort Inhaltsübersicht Inhaltsverzeichnis Abkürzungsverzeichnis Einleitung: Einem neuen Steuerungsmittel auf der Spur A. Entscheidungsumgebungen – Ein wirkmächtiges Steuerungsmittel I. Einsatz durch den Staat: Widerspruchslösung bei Organspende II. Einsatz durch Private: Dark Patterns B. Steuerungsmittel losgelöst von seinem Zweck C. Forschungsfrage und Aufbau der Arbeit Erster Teil: Das Ausnutzen von Rationalitätsdefiziten als Steuerungsmittel § 1 Einfassung des Steuerungsmittels A. Entscheidungslenkung aus verhaltensökonomischer Sicht I. Ökonomisches Modell rationalen Entscheidens 1. Rational Choice und Expected Utility Theory 2. Rationalitätserwartung II. Verhaltensökonomische Rationalitätsdefizite – Begrenzte Rationalität 1. Rationale Irrationalität (Bounded Rationality i. e. S.) 2. Rationalitätsdefizite (Bounded Rationality i. w. S.) a) Empirische Widerlegung des RCT-Modells b) Rationalitätsdefizite: Urteils- und Entscheidungsfehler aa) Urteilsfehler bb) Entscheidungsfehler c) Präferenzen d) Weitere Rationalitätsdefizite 3. ‚Interne‘ und ‚externe‘ Kritik der Kritik III. Entscheidungslenkung: Ausnutzen von Rationalitätsdefiziten 1. Ausnutzen durch Vorhersehbarkeit („Predictably Irrational“) 2. Konzept des Ausnutzens 3. Ausnutzen in der Praxis a) Staatliches Ausnutzen – Beispiel Organspende b) Privates Ausnutzen – Beispiel Vertrags- und Preisgestaltung IV. Abgrenzung zu anderen Steuerungsmitteln 1. Zwang und Umweltveränderung 2. Anreiz, insbesondere Normbefehl 3. Information und Ausnutzen von Rationalitätsdefiziten a) Information b) Ausnutzen von Rationalitätsdefiziten V. Entscheidungslenkung am Beispiel „Dark Patterns“ 1. Definition von Dark Patterns 2. Dark Patterns im verhaltensökonomischen Licht a) Dark Patterns und Rationalitätsdefizite b) Möglichkeit des Ausnutzens – Gezieltes Testen c) Wirksamkeit B. Entscheidungslenkung, Autonomie und Paternalismus I. (Prozess-)Autonomie 1. Maßstab: Ideale Autonomie 2. Bestimmung idealer Autonomie a) Konsequentialistischer, insbesondere utilitaristischer, Kompetenzansatz b) Deontologischer Authentizitätsansatz 3. Ausnutzen und Autonomie a) Nach dem Kompetenzansatz b) Nach dem Authentizitätsansatz II. Paternalismus 1. Definition von Paternalismus 2. Harter, weicher und liberaler Paternalismus a) Unterscheidung nach Zweck: Hart und weich b) Unterscheidung nach Mittel: Liberal und anti-liberal 3. Ausnutzen und Paternalismus C. Marktversagen und Rationalitätsdefizite I. Der Marktmechanismus II. Marktversagen aus ökonomischer Sicht 1. Vorliegen eines Marktversagens bei Dark Patterns a) Ineffiziente Verteilung b) Keine Bereinigung durch den Markt 2. Kein klassischer Fall von Marktversagen – „Behavioral Market Failure“ III. Marktversagen und Regulierung 1. Effizienz als ökonomische Rechtfertigung von Regulierung 2. Regulierung des behavioristischen Marktversagens D. Zusammenschau des § 1 Zweiter Teil: Grundrechtlicher Rahmen § 2 Abwehrrecht für die innere Sphäre der Grundrechte A. Vorab: Freiheitsrechte als Abwehrrechte (status negativus) B. Schutz des Entscheidungsprozesses (innere Sphäre) I. Hintergrund: Menschenbild des Grundgesetzes 1. Ideelles Menschenbild des Grundgesetzes a) Individuelle Komponente b) Kollektive Komponente c) Menschenbild als ideelles Bild 2. (Verhaltens-)Ökonomische Reflexion 3. Zwischenergebnis II. Abwehrrechtlicher Schutz der inneren Sphäre 1. Grundsätzlich: Äußere Sphäre als Schutzgegenstand 2. Schutz der inneren Sphäre? a) Schutz nur im Rahmen einzelner Kontexte? b) Genereller Schutz 3. Zwischenergebnis III. Rechtliche Verortung des Schutzes der inneren Sphäre der Grundrechte 1. Verortung in einem speziellen Grundrecht? a) In der Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 GG)? b) Im allgemeinen Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 i. V. m. Art. 1 Abs. 1 GG)? c) In der freien Entfaltung (Art. 2 Abs. 1 GG)? d) In einheitlichem, neuem Grundrecht? 2. Schutz durch jedes (Freiheits-)Grundrecht a) Die Innendimension der (Freiheits-)Grundrechte b) Schutz „i. V. m. Art. 1 Abs. 1 GG“? 3. Zwischenergebnis IV. Inhalt und Umfang des Rechts 1. Präferenzautonomie: Recht auf Werte und Überzeugungen 2. Prozessautonomie: Recht auf Entscheidungsfindung a) Verfassungsrechtliche Herleitung b) (Verhaltens-)ökonomische Einordnung 3. Zwischenergebnis: Schutz der Unbeeinflusstheit, nicht der Rationalität! V. Grenzen des Schutzes 1. Extern: Einbettung und Gemeinschaftsbezogenheit 2. Intern: Voraussetzungen der Schutzwürdigkeit a) Notwendigkeit voller Autonomie/Rationalität? b) Voraussetzung innerer Autonomie: Natürlicher Wille c) Teilweise anders: BVerfG zu Suizidhilfe? 3. Zwischenergebnis VI. Abgrenzungen 1. Äußere Freiheit 2. Integritätsinteressen VII. Ergebnis C. Eingriffe in die innere Sphäre der Grundrechte I. Nach dem klassischen Eingriffsbegriff ? II. Nach dem modernen Eingriffsbegriff 1. Moderner Eingriff(-sbegriff ) 2. Direkter Eingriff in die innere Sphäre a) Grundsätzlich b) Im Einzelnen aa) Ausnutzen von Rationalitätsdefiziten bb) Information 3. Einwirken als Zugewinn an Freiheit? a) Individuelle Freiheitserweiterung nach Schutzgut der inneren Sphäre? b) Überindividueller Ordnungszielansatz? aa) Vorhandene Ansätze bb) Kritik 4. Zwischenergebnis III. Einschränkungen des weiten, modernen Eingriffsverständnisses? 1. Allgemeine Einschränkungen? a) Ausschluss ‚offener‘ Einflüsse? b) Unvermeidbarkeit von Steuerung? 2. Für finale Eingriffe a) Finalität genügt für Eingriff b) Vorliegen von Finalität 3. Für nicht-finale Eingriffe: Wirkungsschwelle a) Intensitätsschwelle? aa) Grundsätzliche Einwände gegen Intensitätsschwelle bb) Besonderheiten bei dem Ausnutzen von Rationalitätsdefiziten? b) Steuerungswirkung zur Eingriffsermittlung aa) Das Wissensproblem bb) Quantitativ: Empirische Steuerungsermittlung cc) Qualitativ: Typisierende Steuerungsermittlung dd) Annahmenbildung 4. Zwischenergebnis IV. Ergebnis D. Rechtfertigung I. Zentral: Betrachtung des Mittels, nicht des Zwecks II. Rechtfertigbarkeit von Eingriffen in die innere Sphäre 1. Grundsätzliche Rechtfertigbarkeit 2. Ausnahmen – Absoluter Schutz der inneren Sphäre? a) Durch die Menschenwürde (Art. 1 Abs. 1 GG) aa) Objektformel bb) (Objekt-)Subjektformel b) Durch die Wesensgehaltsgarantie (Art. 19 Abs. 2 GG) c) Nur ausnahmsweise absoluter Schutz III. Materielle Rechtfertigung 1. Verhältnismäßigkeit a) Legitimität des Zwecks und Ziels b) Geeignetheit c) Erforderlichkeit aa) Keine pauschale Beurteilung bb) Inter-sphärischer Mittelvergleich d) Angemessenheit 2. Vorbehalt des Gesetzes IV. Formelle Rechtfertigung V. Ergebnis E. Zusammenschau des § 2 § 3 Schutzpflicht für die innere Sphäre der Grundrechte A. Vorab: Freiheitsrechte als Leistungsrecht I. Schutzpflicht (status positivus libertatis) II. (Echtes) Leistungsrecht (status positivus socialis) III. Bereitstellungspflicht (status activus) IV. Einordnung B. Schutzpflicht für den Entscheidungsprozess I. Schutz der äußeren Sphäre der Grundrechte 1. Schutz vor Zwang/Umweltveränderung 2. Schutz vor Anreiz a) Grundsätzlich zur Schutzpflicht b) Einordnung: Rechtskreisbewahrend oder -erweiternd? c) Ökonomisch: Marktversagen als Schutzpflichtaktivierung 3. Zwischenergebnis II. Schutz der inneren Sphäre der Grundrechte 1. Begründung der Schutzpflicht a) Herleitung b) Inhalt: Schutz vor Fremdbestimmung, nicht zur Rationalität 2. Ökonomisch: Schutzpflicht bei „Behavioral Market Failure“ III. Ergebnis C. (Weitere) Grundrechte auf Seite der Nutzer:innen I. Von Schutz betroffene Schutzbereiche II. Eingriff durch Schutz 1. Eingriff hinsichtlich aller Nutzer:innen: Allgemeine negative Effekte 2. Sonderfall: Überschießende Wirkung (False Positives) 3. Anscheinend anders das BVerfG III. Ergebnis D. Zusammenschau des § 3 § 4 Grundrechtsschutz für Übergriffe in die innere Sphäre der Grundrechte A. Grundrechtsschutz von Entscheidungsarchitekturen I. Allgemeine Einschränkung des Schutzbereichs? 1. Gemeinwohlklausel? 2. Gewaltverbot 3. Menschenwürde 4. Zwischenergebnis II. Schutzbereichseröffnung im Einzelnen 1. Meinungsfreiheit (Art. 5 Abs. 1 S. 1 GG) a) Inhalt: „Meinung“ b) Medium: „Wort, Schrift, Bild“ c) Mittel: „äußern und verbreiten“ aa) Schutz innerer Wirkungen bb) Grenzen der inneren Wirkungen cc) Erfasste Dark Patterns 2. Berufsfreiheit (Art. 12 Abs. 1 GG) 3. Allgemeine Handlungsfreiheit, inklusive Vertragsfreiheit (Art. 2 Abs. 1 GG) III. Ökonomische Bewertung IV. Ergebnis B. Eingriff durch Unterbindung sowie durch De-Biasing I. Direkt durch Unterbindung II. Indirekt durch De-Biasing 1. Staatliche Information als Grundrechtseingriffe für indirekt Betroffene 2. Staatliches De-Biasing als Grundrechtseingriff für indirekt Betroffene III. Ergebnis C. Rechtfertigung I. Besondere Voraussetzungen einzelner Grundrechte 1. Meinungsfreiheit (Art. 5 Abs. 2 GG) a) Nicht gegen bestimmte Meinung gerichtet b) Legitimes Schutzziel 2. Berufsfreiheit (Art. 12 Abs. 1 S. 2 GG) 3. Allgemeine Handlungsfreiheit, inklusive Vertragsfreiheit (Art. 2 Abs. 1 GG) II. Verhältnismäßigkeit III. Ergebnis D. Zusammenschau des § 4 Dritter Teil: Konkordanzbildung mit Blick auf Dark Patterns § 5 Kontrollnorm: Untermaß des Schutzes der inneren Sphäre der Grundrechte A. Konkordanz als Kontrollnorm B. Auslösen der Kontrollnorm I. Erfordernis hinreichender Gefährdungslage II. Auslösen mit Blick auf Dark Patterns C. Bestimmung des Mindestschutzmaßes für die innere Sphäre der Grundrechte I. Allgemeine Erwägungen II. Skala des Grads der Entscheidungsautonomie 1. Unterer Schutzbereich 2. Mittlerer Schutzbereich 3. Oberer Schutzbereich III. Ergebnis D. Erreichen des Mindestschutzmaßes in einzelnen Regelungsbereichen I. Datenschutzrecht (DSGVO, TTDSG) 1. Mindestschutzmaß im Datenschutzrecht 2. Überprüfung des Datenschutzrechts a) Einwilligungsvoraussetzungen (Art. 4 Nr. 11 DSGVO [i. V. m. § 25 Abs. 1 S. 2 TTDSG]) aa) Freiwilligkeit bb) Informiertheit cc) Unmissverständlichkeit b) Widerrufsrecht (Art. 7 Abs. 3 DSGVO [i. V. m. § 25 Abs. 1 S. 2 TTDSG]) c) Data Protection by Default und Data Protection by Design (Art. 25 Abs. 2 und Abs. 1 DSGVO) 3. Verhaltensökonomisch informierte Auslegung des Datenschutzrechts II. Lauterkeitsrecht (UWG, UGP-RL) 1. Mindestschutzmaß im Lauterkeitsrecht 2. Überprüfung des Lauterkeitsrechts a) Irreführungsverbot (§ 5 UWG) b) Verbot der aggressiven geschäftlichen Handlung (§ 4a UWG) 3. Verhaltensökonomisch informierte, verfassungskonforme Auslegung des Lauterkeitsrechts III. Allgemeines Vertragsrecht – insbesondere § 123 Abs. 1 BGB 1. Mindestschutzmaß im Vertragsrecht 2. Überprüfung des Vertragsrechts 3. Verhaltensökonomisch informierte, verfassungskonforme Auslegung des Vertragsrechts IV. Exkurs: Gesetze über digitale Dienste (DSA) und über digitale Märkte (DMA) 1. Gesetz über digitale Dienste (DSA) 2. Gesetz über digitale Märkte (DMA) 3. Weiter gehende Implikationen des Gesetzes über digitale Dienste E. Kritik des Regelungsmodells F. Zusammenschau des § 5 § 6 Handlungsnorm: Optimierung des Schutzes der inneren Sphäre der Grundrechte A. Konkordanz als Handlungsnorm B. Zu optimierende Grundrechtspositionen I. Übergriff in die innere Sphäre – Schutzrecht der Betroffenen II. Schutzeingriff – Grundrechte der Verwender:innen III. Eingriff durch Schutzmaßnahmen – Abwehrrechte der Geschützten IV. Ergebnis C. Verfassungsökonomische Bewertung I. Modell zur Bewertung des Erwartungsnutzens einer Intervention 1. Ausgangslage: Entscheidung unter stark wirkenden Dark Patterns a) Voll-präferenzgerechte Entscheidungen b) Einfluss starker Dark Patterns 2. Eliminieren einer Option: Verbot von Cookies 3. Erweiterung: Symmetrische und asymmetrische Erschwerung einer Option 4. Frustrations- und Interventionskosten 5. Gesamtnutzen der Intervention II. Bewertung 1. Grundsätzlich zur verfassungsökonomischen Bewertung 2. Hilfreiche Ableitungen D. Anwendung auf den Schutz vor Dark Patterns I. ‚Klassischer‘ Kanon: Strategien im Umgang mit Rationalitätsdefiziten 1. Äußere Strategien 2. Innere Strategien 3. Bewertung II. Neuer Kanon: Strategien gegen das Ausnutzen von Rationalitätsdefiziten 1. Transparenz 2. Verbot von Dark Patterns bzw. des Ausnutzens von Entscheidungsschwächen a) Gestaltungsvarianten b) Bewertung 3. Weitere Vorgaben zur Entscheidungsgestaltung a) Gewisse Designs unterbinden bzw. vorgeben b) Begrenzung der Wirkungsstärke c) Begrenzung der Einwirkungsrichtung d) Neutralitäts- bzw. Fairness-by-Design-Pflicht e) Bewertung 4. Vorfeldschutz a) Begrenzung von A/B-Tests; Test-Repositorien; Informationsanspruch b) Regulierung verwendeter KI-Systeme 5. Aufhebung der Entscheidung III. Handlungsempfehlungen für den Schutz vor Dark Patterns E. Zusammenschau des § 6 Zusammenfassung A. (Verhaltens-)Ökonomische Einordnung des Ausnutzens von Rationalitätsdefiziten B. Abwehrrecht für die innere Sphäre der Grundrechte C. Schutzpflicht für die innere Sphäre der Grundrechte D. Grundrechtsschutz für Übergriffe in die innere Sphäre der Grundrechte E. Kontrollnorm: Kein hinreichender gesetzlicher Schutz vor Dark Patterns F. Handlungsnorm: Empfehlungen für den Schutz vor Dark Patterns G. Conclusio Literaturverzeichnis Stichwortregister